Hündin (Weimaraner)

geb. 14. November 2013

Züchter: __________

Fellfarbe: Silbergrau

Gewicht: 25 kg

Widerristhöhe:  59 cm

kastriert:  ja



Malas Rudel


Frauchen



Basco

 

 

Rüde

Weimaraner

 

geb. 02. Mai 2013

Master

 

 

Rüde

Weimaraner

 

geb. 12. Feb 2014

 

 

Natascha Janke



Am 03. April 2014 bezog Mala ihr neues Domizil bei den Jankes in Bexbach. Ein sonniger Frühlingstag, der in Erinnerung bleiben wird, wusste doch niemand von uns Saar-Weimis, wen Natascha da bei unseren nachmittäglichen Gassi-Treff "im Gepäck" haben würde...Mala war die Attraktion des Tages.

Das zierliche Weimaraner-Mädchen wurde zusammen mit ihrer Wurfschwester als Zucht- hündin "gecastet", was auch der Grund war, dass Mala erst spät mit 18 Wochen vermittelt wurde. Suboptimal wie ich meine - die Präge- und Sozialisierungsphase ist hier bereits abgeschlossen. Die Züchterin entschied sich dann letztlich für das Geschwisterchen und Mala stand zur Vermittlung.

Die Hoffnung, Mala hätte in ihren bisherigen Phasen des Heranwachsen schon das nötige Rüstzeug für ihr Leben mitbekommen zerschlug sich sehr schnell. Sie war weder stubenrein noch hatte sie kaum Umwelteinflüsse und -reize kennen gelernt und hatte enorme Trennungsängste. In den heimischen vier Wänden war sie lange Zeit sehr unruhig und unsicher, kontrollierte; in der Angst alleine bleiben zu müssen;  immer wieder die Zweibeiner des Hauses,  vor  allem Natascha. Auch Basco konnte ihr da keine Sicher-

neueste Fotos von Mala

eingest. 23. September 2018


heit verleihen - im Nachhinein betrachtet war es zu früh für den zweiten Hund, Basco war bei Malas Eintreffen auch erst 11 Monate und noch lange nicht "fertig". Mussten die beide Hunde mal alleine zuhause bleiben, und war es auch nur für kurze Zeit, malträtierte Mala die Einrichtung, prüfte die Treppenstufen auf Bissfestigkeit und fraß den Putz von den Wänden - es war keine schöne Zeit. Was genau ihr diesen Stress bereitete, da tappten die Jankes damals noch im dunkeln.

Draussen, während den Spaziergängen und Wanderungen, war Mala wie ausgewechselt - ein völlig anderer Hund. Vom ersten Tag an lief sie ohne Leine und orientierte sich an Basco und dem gesamten Rudel, vor allem aber an Natascha. Interessiert an ihrer Umwelt schnupperte sie sich durch die Wälder, die Nase immer im Wind oder in Höhe der Grasnarbe einer frischen Fährte folgend -  ein aufkeimendes Jagdorgan am Ende des Nasenrückens war früh erkennbar. Allerdings blieb sie dabei immer folgsam und ist schnell konsequent abrufbar.

Mala hat sich zu einer sozialisierten und souveränen Hündin entwickelt. Sie liebt es, sich im Rudel zu bewegen, kommt mit allem und jedem gut klar. Oft läuft sie völlig unauffällig mit dem Strom, sodass man sie kaum bemerkt - Mala ist nicht die dominante Hündin sondern eher die heimliche Chefin. Was sie z.B. gerne macht, ist die "Drecksarbeit" zu delegieren: Mala hält ständig die Augen offen bzw. die Nase in Alarmbereitschaft. Hat sie dann etwas augenscheinlich Interessantes ausgemacht achtet sie penibel darauf, dass ihr Rudel davon "Wind" bekommt und schickt dann die Jungs um nach dem Rechten zu schauen. Wofür hat man schließlich das niedere Gefolge?!

Kurzum, draussen war alles schick. Drinnen jedoch war Mala, auch wenn sich vieles mit der Zeit gebessert hatte (z.B. der Hang zur Zerstörung) noch immer die nervöse, unruhige und unsichere Stresspustel. Im Winter 2017 wurde das Problem dann mal von einer anderen Seite aufgerollt: Gezielte Bluttests ergaben bei Mala eine genetisch bedingte Schilddrüsen-Unterfunktion (SDU) was letztlich zu dieser anhaltenden Unruhe und Ängstlichkeit führte. Sie wurde daraufhin auf Medikamente eingestellt, der Erfolg stellte sich recht kurzfristig ein. Nun endlich, nach langen vier Jahren konnte Mala geholfen werden.

Mittlerweile ist Mala daheim entspannt und findet die so wichtige Ruhe. Dinge, die früher gar nicht oder aber nur unter viel Stress möglich waren, sind heute Routine. Schon Kommandos wie die Aufforderung zum Sitz oder gar Platz erhöhten Malas Stresslevel situationsbedingt extremst - das alles stand mit der SDU in direkter Verbindung.

War ihr früher etwas nicht geheuer, verzog sie sich wie ein Häufchen Elend unter die Treppe. Dort "wohnte" sie beispielsweise bei Gewitter, sich allerdings sichtlich unwohl fühlend. Heute sucht sie in diesen Situationen einfach nur ihre "Höhle" (Box, die immer offen steht) auf, findet dort Unterschlupf und kommt wunderbar zur Ruhe.

Unterm Strich hat sich Mala zu einer zierlichen, aber tollen Weimaranerin entwickelt. Sie steht mit Natascha in einer engen Bindung und vertraut ihr blind, schwierige Aufgaben erledigen sie gemeinsam im Rudel. In jüngster Zeit hat sie an Mala etliche neue Seiten entdeckt - die beiden haben ihren Weg gefunden um ihre Zeit im Team zu (er)leben. Mala ist perfekt so wie sie ist.


Adult


Welpe/Junghund